Wie man mit Feedback von verschiedenen Persönlichkeitstypen umgeht

Denken Sie an eine Zeit, als Sie konstruktive Kritik oder negatives Feedback von einem Chef erhalten haben. Was hat Ihnen daran gefallen oder nicht gefallen? Vielleicht war er oder sie zu kritisch oder möglicherweise zu zaghaft, um Ihnen das Feedback zu geben, das Sie brauchten.

Uns wird allzu oft beigebracht, wie man Feedback erhält. Aber einer der wichtigsten Aspekte von Feedback ist, zu verstehen, wer das Feedback gibt und welchen sozialen Stil sie haben. Der soziale Stil bestimmt, wie Menschen Ihnen Feedback geben. Es gibt vier soziale Stile am Arbeitsplatz – der Analytiker, der Macher, der Kollegiale und der Expressive. Um Ihre Fähigkeit, mit Feedback umzugehen, zu verbessern, ist es wichtig zu verstehen, wer das Feedback gibt. Hier sind Tipps dazu, wie Sie Feedback von den jeweiligen Persönlichkeitsstilen entgegennehmen können.

  1. Feedback von einem Analytiker

Der Analytiker ist zurückhaltend, langsam und vorsichtig.

Was zu erwarten ist: Analytische Menschen sind logische Denker, die sich auf Prozesse und Abläufe konzentrieren. Deshalb sind sie zögerlich, was Veränderungen betrifft, und vermeiden Verwicklungen mit anderen. Ihr strukturiertes Naturell lässt sie wenig Begeisterung zeigen oder distanziert erscheinen, wenn sie Kritik äußern.

Wie man damit umgeht: Planen Sie voraus und halten Sie Fakten bereit. Wenn Sie Ihre Fortschritte präsentieren, demonstrieren Sie sie auf organisierte Weise und auf einer organisierten Zeitachse. Deuten Sie ihren Mangel an Enthusiasmus oder Emotionen nicht als Zeichen dafür, dass sie nicht interessiert sind. Wahrscheinlich sind sie das.

  1. Feedback von einem Macher

Der Macher ist entscheidungsfreudig, flott und ergebnisorientiert.

Was zu erwarten ist: Macher haben gerne die Nase vorn. Da sie den Schwerpunkt weniger auf Beziehungen und mehr auf Resultate legen, sollten Sie mit mehr spontanen Check-Ins oder Kommentaren zu Ihren Aufgaben rechnen – ob groß oder klein. Ihre Entscheidungsfreudigkeit macht Macher direkter und sie kommen schneller zur Sache, wenn sie Feedback geben. Sie priorisieren Zeit und Effizienz, was sie sehr ungeduldig macht.

Wie man damit umgeht: Seien Sie immer vorbereitet und pünktlich. Macher haben nicht gerne das Gefühl, dass ein Projekt hinter dem Zeitplan hinterherhinkt. Stellen Sie sicher, dass Ihre Ideen konkret und spezifisch sind. Rechnen Sie mit weiterführenden Fragen und halten Sie Lösungen bereit. Nehmen Sie keinen ihrer Kommentare persönlich, da sie nur auf die jeweilige Aufgabe konzentriert sind.

  1. Feedback von einem Kollegialen

Der Kollegiale ist beziehungsorientiert, unterstützend und freundlich.

Was zu erwarten ist: Kollegiale Menschen bevorzugen es, allen Unterfangen eine persönliche Note zu geben, weshalb sie Beziehungen Priorität einräumen und sich der Gefühle anderer Menschen bewusst sind. Sie sind sehr sozial und haben viel Teamgeist. Da Kollegiale unentschlossen sind und versuchen, Konflikte zu vermeiden, sind sie nicht immer direkt oder klar, wenn sie Feedback geben.

Wie man damit umgeht: Haben Sie Geduld. Rechnen Sie damit, dass es länger dauern könnte, bis bei dem Gespräch der Kern des Feedbacks angesprochen wird. Interpretieren Sie ihre indirekte Herangehensweise nicht als ein Zeichen von Schwäche. Wenn Sie lieber ein direkteres Feedback hätten, bitten Sie darum.

  1. Feedback von einem Expressiven

Der Expressive ist futuristisch, ideenreich und enthusiastisch.

Was zu erwarten ist: Expressive Menschen sind gerne mittendrin. Expressive legen den Schwerpunkt mehr auf Gefühle als auf Logik. Daher treffen sie impulsive Entscheidungen und ändern laufend die Richtung. Wenn sie Feedback geben, bieten sie mit ihrer offenen und spontanen Art höchstwahrscheinlich eine Vielzahl von Anregungen.

Wie man damit umgeht: Gehen Sie offen an die Sache heran und erwarten Sie das Unterwartete. Gehen Sie an jedes Feedback-Gespräch mit der Erwartung heran, dass es Veränderungen und potenziell neue Erkenntnisse geben wird. Seien Sie flexibel und bereit, jederzeit Anpassungen vorzunehmen. Expressive sind Visionäre, die sich nicht gerne mit weniger als dem Besten zufriedengeben.

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