Wie man den Sonntagsblues bekämpft

Es ist Sonntagabend, das Wochenende neigt sich dem Ende zu, Sie öffnen Ihre E-Mail in dem unschuldigen Glauben, dass Sie nur wissen wollen, was in Ihrem Postfach ist, um mit der Planung Ihrer Woche zu beginnen, und zehn Minuten später, ZACK, sind Sie gefangen und der berufliche Stress baut sich auf. Das ist ein Beispiel für das, was mittlerweile als Sonntagsblues bezeichnet wird. Definiert wird der Sonntagsblues als die Beklommenheit, die an Sonntagabenden angesichts der bevorstehenden Rückkehr zur Arbeit einsetzt. Diese Angst vor dem Montag ist eine der Ursachen für Burn-out. In einer LinkedIn-Umfrage unter 1000 Erwachsenen gaben 80% an, dass sie an Sonntagabenden im Hinblick auf ihre Arbeit eine Stresszunahme erlebten. Das Wallstreet Journal ging sogar so weit, den Sonntagabend als neuen Montagmorgen zu bezeichnen.

Warum ist das ein Problem? Burn-out. Sie und Ihre Mitarbeiter sind gestresst, ohne einen Fuß ins Büro zu setzen, was zu einem Rückgang der Produktivität führt und wertvolle Zeit verschwendet, die man zum Entspannen braucht. Hier sind 5 Tipps zur Bekämpfung des Sonntagsblues.

  1. Etablieren Sie Sperrzeiten für das Beantworten von E-Mails. Als Führungskraft geben Sie den Ton dafür an, wie Ihr Team außerhalb der Arbeit auf E-Mails reagiert. Wenn Sie ihr Burn-out reduzieren möchten, hören Sie auf, Ihnen am Wochenende E-Mails zu schicken, oder stellen Sie klar, dass sie ihre E-Mails erst dann checken sollen, wenn sie wieder im Büro sind. Ohne diese Klarstellung werden die Mitarbeiter davon ausgehen, dass sie auf Ihre E-Mail antworten sollen, unabhängig davon, ob sie gerade arbeiten oder nicht. Smartphones erschweren es einem abzuschalten, Sie müssen also mit gutem Beispiel vorangehen.
  2. Nutzen Sie ein Programm für die Zeitversetzung von E-Mails. Wenn Sie E-Mails am Wochenende versenden möchten, sollten Sie die Einführung eines Programms für die Zeitversetzung von E-Mails in Betracht ziehen, das das Versenden Ihrer E-Mails bis zu Beginn der Arbeitszeit verzögert. So können Sie weiterhin E-Mails versenden und vermeiden gleichzeitig, dass Ihre Mitarbeiter gestört werden.
  3. Setzen Sie sich persönliche Grenzen. Entscheiden Sie, ob und wann Sie auf E-Mails außerhalb der Arbeit antworten möchten. Empfohlen wird, Ihre E-Mails überhaupt nicht zu checken, damit Sie sich Zeit zum Entspannen nehmen können, aber wenn Sie es müssen, legen Sie bestimmte Zeiten fest, zu denen Sie verfügbar sein werden, zum Beispiel von 8 – 9.00 Uhr morgens an einem Samstag. Das stellt sicher, dass Sie nicht rund um die Uhr arbeiten, und Sie erteilen sich selbst die Erlaubnis, sich eine Auszeit zu nehmen und abzuschalten.
  4. Etablieren Sie eine Sonntags-Selbstfürsorge-Routine. Erobern Sie Ihre Sonntage zurück! Planen Sie Aktivitäten oder suchen Sie sich ein Projekt, das sonntags Ihre Zeit in Anspruch nehmen wird, um Sie von der bevorstehenden Arbeitswoche abzulenken. Beschäftigen Sie sich, damit Sie Ihre E-Mails nicht checken und in die Arbeitsmentalität verfallen können.
  5. Finden Sie die Ursache. Wenn Sie unter Sonntagsblues leiden, versuchen Sie, die Ursache zu finden. Ist es ein bestimmtes Projekt oder ist es die Arbeitsbelastung allgemein? Vollziehen Sie nach, was diese Unruhe verursacht, damit Sie etwas dagegen tun können. Wenn es zum Beispiel Ihre Arbeitsbelastung ist, arbeiten Sie mit Ihrem Vorgesetzten und Ihrem Team zusammen, um Verantwortlichkeiten zu delegieren, damit Sie einen überschaubareren Arbeitsaufwand haben. Nutzen Sie den Sonntagsblues als Gelegenheit, um zu erkennen und zu beseitigen, was Sie bei der Arbeit belastet.

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